Welli – Feeling in der Fremde

Ecki - Foto: PrivatDen ein oder anderen Eisbären-Fan verschlägt es aus den unterschiedlichsten Gründen in die Fremde. Dann liegt der Welli nicht mehr um die Ecke und ein regelmäßiger Besuch der Heimspiele ist oft nur noch selten realisierbar.
„Einmal Eisbär – Immer Eisbär“ hat aber trotzdem Bestand; undenkbar, sich einem anderen Eishockey-Verein zuzuwenden, selbst wenn der nur einen Steinwurf entfernt beheimatet ist wie in meinem Fall hier in Mainhattan.
Logisch auch, dass es Festtage sind, wenn die Eisbären bei den Lions zu Gast sind und man gemeinsam etwas Welli- Feeling in den Gästeblock zaubert. Dann ist die Stimme zwar für den Rest der Woche dahin, aber wenn juckt das schon?!

Aber was, wenn die Eisbären nicht in der Nähe spielen? Den modernen Medien sei Dank kann man sich an Spieltagen den Welli nach Hause holen, ein klein wenig jedenfalls. Möglich wird das durch den Eisbären-Live-Ticker, den es inzwischen schon seit ein paar Jährchen gibt. Den Job am Ticker teilen sich mittlerweile Dani, Marko, Arne und Maik.
Die vier scheinen sich gut in all die hineinversetzen zu können, denen ein Dabeisein nicht möglich ist. Da liest man dann eben nicht nur die technischen Fakten, sondern in schöner Selbstverständlichkeit gibt es auch Beschreibungen zu Spielzügen und über die Atmosphäre, die gerade herrscht.

Einlauf - Foto: CityPressWenn man dann an Heimspieltagen die ersten Fakten im „Warm up“ liest, sieht man es ganz genau vor sich:
die Eismaschine hat ihre letzte Runde gedreht und „The Voice“ Uwe Schuhmann betritt das Eis und geht auf die Fankurve zu. „Liebe Zuschauer und Eishockeyfreunde“ höre ich ihn die Fans begrüßen und dabei sitze ich über 500 Kilometer weit weg.
Das Ritual zu Beginn eines jeden Heimspiels hat sich in all den Jahren eingebrannt. Jetzt schallt es aus vielen Tausend Kehlen „Sie sind die Könige auf dem ewigen Eis….“, man singt es in Gedanken mit. Unsere Helden werden schließlich aufs Eis gerufen, die Starting Six verkündet und dann Bully …. und du sitzt am Computer und weißt genau, was nun kommt … rhythmisches Klatschen und „Macht sie alle, macht sie alle und schießt sie aus der Halle“.
Einlauf - Foto: CityPressWelli- Feeling in der Fremde, man kann nix dagegen tun, es steckt in einem drin, ob man will oder nicht. Ganz schön bekloppt, würde manch einer denken, der mit Eishockey, Eisbären-Eishockey nix am Hut hat und noch nie im Welli war.
Den ganz besonderen Virus, hat man sich einmal infiziert, behält man wohl ein Leben lang – egal wie alt man ist oder wohin einen das Leben verschlagen hat. Unheilbar sozusagen, wie sonst lässt sich erklären, dass man diese Bilder jederzeit abrufbar im Kopf hat?
Gespannt bin ich, ob sich dann ab Herbst auch so was wie ein O2- Feeling entwickeln wird. Ich bleibe einfach mal grenzenloser Optimist und behaupte: ja, wird es. Anders vielleicht, aber es wird.
Und auch dann werde ich wieder am Ticker sitzen und in Gedanken in der Arena sein.

Bei der Gelegenheit heute einfach mal ein dickes DANKE an die Ticker-Mannschaft!

Ecki

Fotos: Privat (1), CityPress (2)

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6 Responses to “Welli – Feeling in der Fremde”

  1. wei-de sagt:

    Und nun stell Dir Deine Situation mit einer Zeitverschiebung um 7 Stunden (bzw. 6 bei Sommerzeit) vor…

    Was macht man, wenn sogar die Livetickerei nichts wird, weil man morgens um drei nicht wach ist?

    Man sucht sich einen Freund und macht dem eine Seite über den Wellblechplast auf. 🙂

  2. Pherkner sagt:

    Hallo Ecki,
    du bist nicht der Einzige hier unten! und neue Leute in unserem kleinen Trupp hier unten, sind Herzlich Willkommen! Vielleicht kann man sich ja mal bei nem gepflegten Bier über den Welli unterhalten!?

    Dynamische Grüße
    Philipp

    ps: einfach melden 01738202050 und falls du noch ne Möglichkeit brauchst am Freitag nach DüDorf zu kommen dann ruf einfach durch!^^

  3. knoten sagt:

    Und nochmals Danke für die Spende zum Rollibasar.

  4. elchjr sagt:

    Danke schön für das Kompliment!

    Wir werden uns auch in Zukunft alle Mühe geben, dich (euch) so „nah“ wie möglich am Geschehen teilhaben zu lassen.

    Gruß,
    Arne

  5. Matze Eckart sagt:

    Ach ja, es tut mir auch immer wieder in der Seele weh, wenn ich des öfteren nach Spielen oder auch zwischendurch mit Ecki telefoniere und ihr alles nur so quasi aus zweiter Hand rüber bringen kann, was gerade wieder so abgegangen ist. Man spürt regelrecht, wie jede noch so kleine Info aufgesaugt wird, als wäre es ein letzter Tropfen Wasser in der Wüste.
    Umso schöner ist es aber, wenn sie dann doch mal mit uns im Welli sein kann! Während unsereiner inzwischen relativ routiniert die Zeit bis zum Aufbruch in den Welli abspult (in der Gewissheit, dass dasselbe ja in wenigen Tagen schon wieder genau so abläuft), ist ihr die Aufregung und Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Nicht nur die Freude auf das Spiel oder unseren Helden mal wieder live zujubeln zu können, nein, auch die Atmosphäre zu spüren, nach langer Zeit gute Freunde wiederzutreffen und einfach endlich wieder mittendrin zu sein, was man so landläufig die Eisbärenfamilie nennt. Zur Welli-Abschiedsparty wird es wieder so sein – wir freuen uns drauf!

    Ich übernehme das dann mal ausnahmsweise an dieser Stelle, Olli und Toddy:

    Lieben Dank für Deine wiederholte Mittäterschaft, Ecki! 🙂

  6. Mitchel sagt:

    Stimmt, gerade bei Spielen in FFM merkt man immer wieder, daß es toll ist zu einem Bärenspiel zu gehen, aber für sie ein, vielleicht das, Highlight des Jahres. Steckt dann irgendwie an und ich nehme diese Emotion immer mit zurück nach Bärlin.

    Bist nen wahrer Eisbär Ecki!!!!!