Jiri Dopita: Er kam, sah und siegte!

Dopita - Foto: CityPressJiri Dopita war eigentlich der erste richtige Held der Eisbären Berlin. Der Stürmer mit der Rückennummer 15 war so etwas wie der erste Star in dem Hohenschönhauser Eishockeyteam, das seit 1992 Eisbären Berlin hieß.

Zum Ende der Saison 1992/93 wechselte der 1968 im tschechischen Sumperk geborene Dopita zu dem arg gebeutelten Eisbären, die nach ihrem Wiederaufstieg 1992 sich nun schon wieder im Fahrstuhl abwärts befanden. Da kam so ein Typ wie der Jiri natürlich genau richtig. Obwohl der damalige Manager Lorenz funk erst einmal 100 000 D-Mark nach Olmütz, seinen vorherigen Klub, als Ablöse überweisen musste. Der damals von den Boston Bruins gedraftete Stürmer konnte im Endspurt des Berliner Abstiegskampfes teilweise durch seine Tore und Assists (insgesamt 15 in 11 Spielen) den Klassenerhalt sichern. Aber nicht nur die feinen filigranen Bewegungen mit dem Puck zeichneten ihn aus, auch das Kämpferherz des jungen Tschechen tat es den Zuschauern im Wellblechpalast an.

So war natürlich jeder erfreut, als Dopita auch in der kommenden Saison wieder für die Berliner auf Puckjagd ging. Er war zweifelsohne einer der Garanten dafür, dass auch in dieser Saison der Abstieg vermieden wurde. Dazu steuerte er 23 Tore und 21 Assists bei. In der Abstiegsrunden waren auch seine vier Tore mit maßgebend für den Erfolg.
Dopita - Foto: CityPressEigentlich ein Unding, eine gewonnene Abstiegsrunde als Erfolg zu titulieren, wo doch die Messlatte heute viel höher liegt. Play-off Serien schon nach dem ersten Spiel verloren geglaubt werden.
Für Jiri Dopita endete diese Saison aber sogar noch mit einer Meisterschaft. Er spielte, nach seiner Rückkehr aus Berlin, noch einmal die Endrunde mit dem HC Olomouc mit und wurde mit denen tschechischer Meister.

Zurück in Berlin sollte die Saison 1994/95 seine erfolgreichste werden. Mit 68 Scorerpunkten sicherte er nicht nur den erneuten Berliner Klassenerhalt, sondern auch die DEL Topscorer-Krone. Damals punktgleich mit dem Preussen-Stürmer John Chabot, allerdings hatte der Charlottenburger weniger Tore und musste Dopita den Vortritt lassen. Übrigens blieben die 68 Scorerpunkte auch Eisbären-Vereinsrekord. Bis zum 18.Januar dieses Jahres, denn da knackte ihn Steve Walker.

Dopita - Foto: CityPressSchade das 94/95 auch seine letzte Saison im Wellblechpalast wurde. Spätestens seit dem Sommer hielt sich über fast zehn Jahre in zäher Regelmäßigkeit, dass Dopita wohl wieder zu den Eisbären zurückkehren wird. Nur blieb, wie so oft, nur der Wunsch eher Vater des Gedankens.

Im Jahr 2001 wagte er, als bester europäischer Spieler der nicht in Nordamerika spielt, den Sprung in die NHL. Bei den Philadelphia Flyers und den Edmonton Oilers absolvierte er insgesamt 73 Spiele, schoss 12 Tore und assistierte 21-mal.

Auch mit der tschechischen Nationalmannschaft war er ein gefragter Spieler. Er nahm an sieben Weltmeisterschaften und zwei olympischen Turnieren teil.

Jiri Dopita war der erste richtige Held der Eisbären. Und ist es für viele Fans, die man mit seinem Namen auf dem Eisbärentrikot sieht, heute noch.

ovk

Fotos: CityPress

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One Response to “Jiri Dopita: Er kam, sah und siegte!”

  1. Jack sagt:

    Jack…

    This is great…