Hallo Welli…

Meister - Foto: PrivatHallo Welli,du mein altes, gliebtes Haus
so langsam geh`n bei dir die Lichter aus.
Dann bleibst du bald allein zurück
warst von meinem Leben einen riesen Stück.

So viele Jahre warst du da
warst meinem Leben immer ganz nah,
Hab mit dir gehadert und gelitten,
in dir geweint und für dich gestritten.

Bist mehr nur als einfach Stahl und Beton,
bist etwas in dem eine Seele wohnt.
Bist Heimat der „Bären“ unserem Verein,
bist Platz für Gefühle von groß und von klein.

Hast viel erlebt und viel geseh`n,
hast Träume wachsen und auch sterben seh`n.
Hast begonnen in einer sehr schweren Zeit
der Weg bis heut war für dich ganz schön weit.

Am Anfang Träumer, die ihren Sport geliebt,
ich glaub das es nichts schönres gibt.
Hattest weder Sitze noch ein Dach,
viele haben damals über dich gelacht.

Doch da waren „Sie“, die alte Helden,
die gekämpft haben wie die wilden.
Die für dich und für uns leben
sie haben nie klein beigegeben.

Dann kam die „Mini – Liga“ dieser Welt,
für Material gabs oft kein Geld.
Du aber wolltest spielen, wolltest leben
hast mit ihnen soviel dafür gegeben.

Dann auf einmal, es roch nach Schluß
unserem „Dynamo“ ein letzter Gruß?
NEIN,
wieder waren Kämpfer da,es wurde allen klar,
„Dynamo“ bleibt auch noch morgen da.

Wir wurden „Eisbären“, wurden der EHC
die ersten Schritte, sie taten ganz schön weh.
Schießbude und Loser schrieben sie alle,
wir kamen dennoch in „unsere“ Halle.

Wir hielten dir immer fest die Treue
und feierten uns immer selbst auf`s neue.
Auch wenn wir verloren, oft nichts zu holen war,
für uns hatten wir gewonnen das war ganz klar.

Dann wuchsen die Träume zum Himmel hinauf,
wir spielten und kämpften und siegten zu hauf.
Der erste Titel, die „Bären“ ganz oben,
oh Welli, hatte Angst du zerbrichst an all dem Toben.

Dann kam der zweite, wir wollten ihn haben,
hatten der Welt noch was wichtiges zu sagen!
Wir sind alle „Ossis“ das mag so sein,
aber die „Bären, das ist unser Verein.

Es ging bergab in der nächsten Saison,
der freie Fall, die Gegner jubelten schon.
Doch du und auch ich wir sagten: Nein,
die „Bären“ bekommt ihr nicht mehr klein.

Wir sind wieder oben, sind wieder da,
halten zu dir, wie es immer schon war.
Noch einmal feiern in deinen ehrwürdigen Hallen
erfüll uns den Traum, erfüll ihn uns allen.

Ich werde dich niemals ganz vergessen
du wirst mir fehl`n, werd dich vermissen.
Von mir ein „Riesendank“ für all die Stunden,
für das Glück das ich in dir gefunden.

So langsam geh`n die Lichter aus,
wir kriegen für die Zukunft ein neues Zuhaus.
Doch „Welli“ du gutes, du altes Stück,
wir kommen immer wieder zu dir zurück.

Bleib uns noch lange in Berlin erhalten,
es tönen die Rufe, die in dir schallten.
Sie sagen dir Danke, für alles war war
ich dank „für meine große Liebe“ ist doch klar.

Ich hoff sie hält so lang und so gut wie du,
dann komm ich vorbei und rufe dir zu
Hey „Welli“, du geliebtes, du mein altes Haus
die Lichter sie gehen niemals so ganz und für immer aus.

Sybille Schurich

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2 Responses to “Hallo Welli…”

  1. Tobias Scheper sagt:

    Mutti du bist die beste Gedichteschreiberin aller Zeiten!!!!!

  2. Matze Eckart sagt:

    Lachen und weinen,
    ärgern und sich wieder freu’n –
    so war das im Welli,
    es gibt nichts zu bereu’n.

    Sybille, sie grübelte und schrieb,
    das was heraus kam,
    war dies herzlich-ergreifende „Lied“.

    Mögen sich wie du noch etliche finden,
    und sich zu Recht zukünftig Mittäter nennen!

    Danke!

    😉