Es ist geschafft: Der Pott ist im Welli!!!

Pokalsieger 2008 - Foto: ovkDa haben sich ja sozusagen zwei Auslaufmodelle vereint, denn der Deutsche Eishockeypokal scheint wohl auch zur kommenden Saison eingemottet zu werden. Trotzdem war es schön, diesen Moment im Wellblechpalast erlebt zu haben.

Ich muss gestehen, ein wenig Anspannung machte sich schon vor diesem Finale gegen die Frankfurt Lions bei mir breit. Natürlich sucht man sich da vorher ein wenig Abwechslung. Obwohl man ja an solchen Tagen alles genauso machen soll wie sonst, veränderte ich doch einige Abläufe. So parkte ich mein Auto diesmal etwas entfernter von der Eishalle, um mich beim Gang zum Stadion noch etwas „locker“ zu laufen. Ein nasskalter, etwas eisiger Wind schlug mir dabei ins Gesicht, aber ich fühlte ihn doch recht erfrischend.

Angekommen im Pressecontainer gab es noch etwas Smalltalk, um mich mit einigen Kollegen etwas auszutauschen. Diesmal wählte ich auch schon ziemlich früh den Gang in die Eishalle, um noch weitere Dinge zu erledigen. Dabei traf ich im Foyer, vor dem Casino, auf die Frankfurt Lions, welche sich, unter der Anleitung von Co-Trainer Pavel Gross, dort erwärmten. Dazu lagen sie eine Strickleiter auf den Fußboden, und traten in schnellen Spurteinlagen immer in den Bereich zwischen den Sprossen. Die Stimmung dabei war prächtig.

Weiter ging ich auf meinen Platz, und legte dort meine Tasche ab, um kurz darauf, bewaffnet mit meinem Diktiergerät nach Acki vom Fanbeirat zu suchen. Ich wollte mit ihm ein kleines Interview für den neuen Eis-Dynamo führen. Als dieses geschehen war, ging es auch schon bald los.

Pokalsieger 2008 - Foto: ovkZu Endspielen in Deutschland gehört auch immer die Nationalhymne. Eigentlich hatten wir uns im Welli schon an die Interpretation von Bernd Römer (Karat) auf der E-Gitarre gewöhnt, diesmal stand aber ein weißer Flügel auf dem Bullykreis. Der Pianist hatte ebenfalls eine sehr eigene Version parat, war aber ganz okay.

Das Spiel selber gestaltete sich auch recht spannend und intensiv. Das werde ich sicher auch denken, wenn ich diese Zeilen hier in ein paar Monaten noch einmal lesen werde, und nicht – wie jetzt – noch inspiriert von der Pokalnacht bin. Den ersten Treffer setzte Brandon Smith in die Maschen von Lions-Goalie Ian Gordon. Dabei wurde er von Florian Busch gut in Szene gesetzt. Allerdings war für Buschi knapp neun Minuten später das Spiel schon zu Ende. Er checkte den Frankfurter Jason Marshall hart gegen die Bande. Marshall blieb eine ganze Weile liegen und hinterließ dabei eine kleine Blutlache. Diese Lache ließ wiederum die Eismeister von Welli eine ganze Weile rotieren. Letztendlich überstanden die Berliner diese Strafe aber ohne Gegentor.

Pokalsieger 2008 - Foto: ovkIm zweiten Drittel taten sich die Eisbären etwas schwer, boten aber diesmal defensiv eine gute Leistung. Einzig den Ausgleich von Simon Danner ließen sie zu. Erwähnenswert in diesem Abschnitt ist aber noch, dass sich Ersatzgoalie Youri Ziffzer, auf der Auswechselbank sitzend, verletzte. Einen Puck bremste er dabei mit dem Gesicht ab. Ohne dabei die Maske aufzuhaben. Den Rest des Drittels verbrachte er in der Eisbären-Kabine damit, sich unter die Nähmaschine von Eisbären-Doc Jens Ziesche zu legen. Mit sieben Stichen setzte sich Youri dann wieder zum letzten Drittel auf die Bank. Für welli-berlin.de posierte er noch einmal (allerdings unfreiwillig ;-)).

Das letzte Drittel war recht spannend. Jedenfalls erst einmal bis zur 50. Spielminute, denn dann netzte Richi Mueller vollkommen verdient zum Führungstreffer ein. Jens Baxmann erhöhte knapp eine Minute später zum 3:1 und ließ den Welli damit beben. Wahrscheinlich fühlten sich die Fans im Welli schon zu sicher, und ließen die ersten Laola-Wellen zünden. Nur zu dumm, dass die Lions noch nicht aufstecken wollten. Ein individueller Fehler der Berliner sorgte dann mit dem 2:3 der Frankfurter noch einmal für Spannung. Aber auch die Schlussoffensive überstanden die Eisbären und ihr Goalie Rob Zepp gut… und somit war der Weg frei zum jubeln.

Pokalsieger 2008 - Foto: ovkDieses wurde auch getan. Auf – und neben dem Eis. Zwar nicht ganz so euphorisch wie zu den Meisterschaften, aber der erste Titel in diesem Jahr war gewonnen. Zusammen mit Hockeyweb-Kollegen Matze Eckart ging es nach dem Spiel dann auf Stimmenfang der Beteiligten. So konnten wir einen enttäuschten Frankfurter Manager Dwayne Norris erleben, einen etwas lädierten Alex Weiß interviewen, Stefan Ustorf war auch gut gelaunt, Eisbären-Pressesprecher Daniel Goldstein mit dem Pokal in der Hand in Richtung Gasag-Lounge laufen oder auch einen amüsierten Christoph Gawlik erleben, der sich etwas über die Verletzung von Youri Ziffzer amüsierte.

Mit diesen Eindrücken ging ich dann den – diesmal unendlich scheinenden – Weg zu meinem Auto um schnell nach Hause zu kommen, und diese Erinnerungen schnell aufzuschreiben.

Ich will es jetzt aber nicht versäumen, im Namen von www.welli-berlin.de zum Pokalsieg zu gratulieren. Dieser 19.Februar ist nun hiermit festgehalten.

ovk

Fotos: ovk

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