Crimmitschau, Döbeln, wo ist das?

Gruppenfoto der HelferDeutschland im Sommer 2002, Hochwasser-katastrophe in Ostdeutschland.
Schon des Öfteren hatte ich damals im Welli Leute mit Trikot oder Schal mit der Aufschrift „Crimmitschau“ gesehen, aber wer oder was war das?
Die Erleuchtung brachte die Pokalauslosung der ersten Runde 2002. Diese ergab die Paarung Eisbären berlin – ETC Crimmitschau und der EHC musste im Sahnpark antreten. AHA: Westsachsen, also.

Es war Eishockeysommerpause und der Sport sollte leider zwischenzeitlich in den Hintergrund geraten:
Übermässige Regenfälle ließen die Flüsse und Bäche in der Region über die Ufer treten und richteten verheerende Schäden an. Was hat das mit den Eisbären zu tun? Wir spielten dort am genau zu der Zeit am 30.08. unsere erste Pokalrunde (war übrigens die erste Pokalrunde überhaupt, der Wettbewerb wurde in der Saison eingeführt) und haben gewonnen, Crimmsche ist mir seitdem im Herzen.
Im August gab es bei uns Fanclubsitzungen, Dauerkartenparty und Fanbeiratssitzungen und man beschloss, eine einzigartige Aktion für die Flutopfer zu starten.
Mit dem Bus oder privaten PKW ging es also nach Sachsen, dort wurde das Spiel angeschaut und bei Ramona, die zum Fanbeirat des ETC Crimmitschau gehörte im Garten (!) die Zelte als unsere Übernachtungsmöglichkeit aufgebaut.

Viel wichtiger war aber der nächste Tag, als unser Tross, natürlich unterstützt durch ETC-Fans, sich auf den Weg nach Döbeln machte, wo die Flut schwere Verwüstungen angerichtet hatte. Viele Eisbärenfans, die nicht zum Pokalspiel konnten, kamen mit einem Extrabus aus Berlin angereist.
Nach organisatorischem Wirwar legten alle im Kampf gegen die Flutfolgen los. Die leibliche Versorgung tat das übrige und wir fuhren alle mit der Gewissheit wieder nach hause, etwas Gutes getan zu haben.

Knoten

Foto: Privat

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