Aus der Mottenkiste geholt

Foto: Da ist doch tatsächlich der Wellblechpalast aus der Mottenkiste geholt worden und im Zuge dessen gab es ungewöhnlich viele Zugriffe auf einen Blog, der seit immerhin 2008 und damit 7 Jahre lang, ein Museumsdasen geführt hat. Ehrlich gesagt hatte ich schon mehrfach überlegt, ob ich mir die Gebühren für die Adresse nicht langsam sparen sollte, aber ein gewisses nostalgisches Empfinden führte dann dazu, dass ich diesen Blog, wie auch de privaten Peking Blog, einfach mal so gelassen habe wie er war: Einschließlich Werbung für ein Shirt, dass es genau wie den Shop, schon lange nicht mehr gibt.
Als schöne Erinnerung, die ab und an mal in einzelnen Artikeln von irgendwem gefunden, wiederentdeckt und gern auch mal bei Facebook verlinkt wird, das 2008, als www.Welli-Berlin.de seine Berechtigung und aktive Zeit hatte noch eine Spielerei von wenigen Nerds und Eingeweihten war und nicht täglicher Begleiter von Millionren Menschen.
Und auf einmal bin ich wieder hier und musste etwas grübeln, wie der Zugang noch mal ging und wie der Editor funktioniert. Warum ist das so?
Der Grund ist eigentlich ein ziemlich ärgerlicher Umstand, nämlich eins der größten Managmentveragen der Berliner Eishockeygeschichte, naja, wenn man vom Ende der Preußen, Devils, Capitals, Schlittschuhclub geschichte mal absieht. Die Eisbären hatten einfach mal keinen Platz in der o2 World, um das nach erneut miesem Abscheiden in der DEL – Hauptrunde notwendig gewordene Pre-Play-Off Heimspiel durchzuführen. Uns so wurde Wirklichkeit, was immer mal wieder gefordert, erträumt oder befürchtet worden war: Ein DEL Punktspiel im Wellbechpalast zu Hohenschönhausen.
Wegen der 2008 noch für völlig undenkbar gehaltenen Zahl der Dauerkarteninhaber gab es für dieses Spiel auch keine Karten auf dem freien Markt zu kaufen.
Insgesamt wurde der Abend unter tatkräftiger Mitheilfe der Mannschaft zu einem Erlebnis der Extraklasse.  bwohl wir uns ja alle in der Arena am Ostbahnhof jeden Spieltag sehen, war es irgendwie wie ein Familientreffen, bei dem man die bucklige Verwandschaft nach Jahren zu ersten mal wiedersieht und die Stimmung war eines Play-offs Spiels, ja eines Finalspiels durchaus würdig.
Es herrschte eine Lautstärke, an die ich mich zumindest vorher nicht erinnern konnte. Einen ganzen Abend lang, einschließlich der Aktivitäten nach dem Spiel im jetzt unter „Welli´s“ firmierenden Casinoar alles wie früher. Die Pause an der frischen Luft, kein Bier auf der Tribüne erlaubt, ein Schiedsrichter, der trotzdem mit selbigem übergossen wird und anschließend richtig beleidigt ist, Technik, die die Eisbärenhymne erst im dritten Anlauf abspielt, „Endlich wieder Eishockey“ Gesänge, schlechte Akustig, frisch gegrillte Nackensteaks, überall strahlende Gesichter: Eindrücke, die ich mitnehmen und im Herzen behalten werde.
Aber auch wenn das Spiel mit 6:3 überaus erfolgreich war, hat es doch die Wende für die Saison nicht gebracht. Das dritte Spiel ging mit 3:2 nach Verlängerung in Nürnberg verloren. Die Saison ist vorbei und ich denke eine Abschlußfeier kann man sich zumindest für alle. die am Freitag dabei sein konnten, sparen. Dieses Event wird lange nicht zu toppen sein. Es ist also unwahrscheinlich, dass es hier zu weiteren Griffen in die Mottenkiste kommt, aber wir haben in der vergangenen Woche gelernt, dass man doch niemals nie sagen sollte.
Tschüß Welli, altes Haus. War geil, Dich noch ein letztes Mal zu rocken, vor allem, weil ich ja damals nicht dabei sein konnte, als alles zuende ging.

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