Aprilwetter und Doping-Ärger in Hohenschönhausen

Foto: City PressJa, wir haben den 17.April, Aprilwetter und in Hohenschönhausen wird immer noch Eishockey gespielt. Am Dienstagabend verloren die Eisbären nur knapp Spiel 2 mit 1:2. Eine Führung durch Steve Walker im Mitteldrittel reichte leider im letzten Abschnitt nicht, um vielleicht sogar das Spiel zu gewinnen. Kamil Piros sowie Dave MacLlwain machten dem einen Strich durch die Rechnung. Die Eisbären verloren aber nicht nur das Spiel, sondern auch noch Nathan Robinson durch eine Spieldauer-Strafe, als er unglücklich Haie-Angreifer Sebastian Furchner mit dem Stock im Gesicht traf. Robinson wird auch beim Spiel am Freitag in Berlin fehlen. Sicherlich kein gutes Omen, galt Robinson doch bisher als Schlüsselspieler der Eisbären.

Foto: City PressWeiter überschattet der Doping-Ärger um Florain Busch die Finalserie. Zwei Tage nach dem bekannt werden des Doping-Ärgers und einen Tag nach dem Urteil des Deutschen Eishockey-Bundes stellte sich Florian Busch am Mittwochnachmittag erstmals der Öffentlichkeit.
„Ich möchte mich für meine Entgleisung entschuldigen“, sagte Busch in seinem ersten Satz. Weiter zeigte er sich reumütig: „Mein Verhalten war nicht in Ordnung. Als Nationalspieler habe ich mich immer den Dopingproben zu stellen. Das verlangt auch meine Professionalität.“
Den Vorfall mit dem NADA-Mitarbeiter schilderte Busch wie folgt: „Ich bin in diesem Jahr schon sechs Mal getestet worden. Zu diesem Zeitpunkt, als der Kontrolleur vor meiner Wohnungstür stand, war das für mich gerade eine blöde Situation, da ich mit meiner Freundin zum Essen gehen wollte. Ich war genervt und schaltete meinen Kopf aus. Das war ein sehr großer Fehler.“

Foto: City PressWeiter sagte der Nationalspieler: „Ich hatte mir dann die Telefonnummer von dem NADA-Mitarbeiter geben lassen, bevor ich die Tür schloss. Gefühlte drei Minuten später habe ich diese Sache aber schon wieder bereut, und mich bei der NADA gemeldet, dass ich für den Dopingtest bereit bin. Zwei Stunden später kam dann der Mitarbeiter und nahm die Dopingprobe.“
Florian Busch ging die Medienpräsenz um seine Person auch sichtlich an die Nieren. Der sonst so forsche Bayer hatte bei der Pressekonferenz offensichtlich Momente der inneren Einkehr, die er auch nur mit Mühen verbergen konnte: „Eishockey ist mein Leben. Seit ich drei Jahre alt bin, betreibe ich diesen Sport. Es wäre eine Katastrophe für mich gewesen, wenn ich gesperrt worden wäre.“.

Foto: City PressDer Eisbären-Stürmer will sich jetzt weiter auf die Finalspiele der DEL-Play-offs konzentrieren. Trotzdem bleibt bei ihm hängen, „dass ich Verantwortung gegenüber vielen Menschen habe. Sei es zu Hause für mich und meine Freundin, aber auch für die vielen jungen Spieler, die hier Eishockey spielen. Dass habe ich jetzt besonders gemerkt, als ich im Fokus der Medien stand und mein Name zusammen mit dem Begriff ‚Doping’ fiel.“.
In einem ist er sich aber sicher: „Aus diesem Fehler habe ich für mein ganzes Leben gelernt!“

ovk

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