Archive for März, 2008

Ein Eisbär ist schon (wieder) Meister! Ricard Persson gewinnt die Asien-Meisterschaft in Japan

Samstag, März 22nd, 2008

Persson jubelt - Foto: CityPressEx-Kapitän Ricard Persson, der die Eisbären nach der ersten Meisterschaft 2005 verließ, ist Meister der Asia League Icehockey! Mit seinem japanischen Club Oji Icehockey Team setze er sich im dritten Play-Off Finale mit 3:2 beim Vorjahresmeister Nippon Paper Cranes mit 3:2 durch. Rico, wie der Schwede in Berlin gerufen wurde, schoss dabei das wichtige 1:0 für sein Team und gab die Vorlage zum 3:2 Siegtreffer, den der Kanadier Shane Endicott erzielte.

Oji Icehockey war nach der regulären Saison Dritter der aus sieben Teams aus Japan, Korea und China bestehenden Asien Liga. In den Play Offs drehten dann aber die Männer um den Ex-NHL und DEL Crack so richtig auf: Gegen die Nikko Icebucks aus Japan und das koreanische High1 Team gab es ebenso drei Siege und keine Niederlage, wie in den Finalspielen gegen Nippon Paper Cranes.

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Eisbären schlagen in Hamburg zurück

Freitag, März 21st, 2008

Nathan jubelt - Foto: CityPressNach dem mißlungenen Heimspielauftakt zu den Play Offs haben die Eisbären in Hamburg einen 7:4 Sieg nachgelegt und damit die Serie zum 1:1 ausgegelichen. Damit ist auf jeden Fall ein weiteres Play Off Spiel im Welli gesichert.
Vor nur 6595 Zuschauern in Hamburg hatten die Eisbären den besseren Start und gingen in der 7. Minute durch Nathan Robinson und Tyson Muluck mit 2:0 in Führung. Zwischen den Toren wurden gerade mal 6 Sekunden gespielt. Noch im ersten Drittel besorgte Florian Busch das beruhigende 3:0. Nachdem die Eisbären durch Florian Busch und Deron Quint sogar auf 5:0 davonziehen konnten, gelang es den Hamburgern, auf 3:5 zu verkürzen.
Zu holen war aber an diesem Tag nichts für die Kühlschränke: Andy Roack und Sven Felski erzielten zwei weitere Treffer und den Hamburgern gerlang nur noch ein Treffer.
Damit ist die Scharte vom Dienstag ausgewetzt und am Samstag wird es endlich Zeit, einen Heimsieg gegen die Freezers zu schaffen. Den gab es in dieser Saison nämlich noch nicht.

wei-de

Foto: CityPress

Hey Welli, altes Haus!

Donnerstag, März 20th, 2008

Welli - Foto: CityPressÜber dich „Rosthütte“ mache ich mir schon Gedanken, jetzt wo wir in die „Sauerstoffarena“ umziehen wollen sollen. Wird nicht mehr dasselbe sein, wenn man aus der Straßenbahn springt und von der Konrad-Wolf kommend die Mauer an der Leichtathletikhalle lang läuft, der Krach zunimmt und man dein Bogendach endlich sieht. So langsam denk ich auch über den Abschied von dir nach, ein Drama darfst du ja noch miterleben, die Play-off 2008.

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Jan Schertz : Sag niemals nie! – Dritter und letzter Teil

Mittwoch, März 19th, 2008

Jan Schertz - Foto: CityPressDass es nicht mehr für das DEL-Eishockey reichte, sah auch Jan selber so. Ich kann mich noch an eine laue Sommernacht erinnern, als mein Kumpel Tommi und ich ihn in der Bar von seinem Bruder Mario am Kollwitzplatz trafen. Zu diesem Zeitpunkt kam es gerade herraus, dass er zu den Berlin Capitals wechseln wird. Die Caps waren damals gerade aus der DEL abgestiegen, und wollten es in der Zweiten Liga wieder versuchen. Wäre auch ideal für Schertzi gewesen, denn dort kam er ja bekanntlich bisher am Besten zurecht.

Allerdings machte der Insolvenzverwalter der Capitals diesem ein Strich durch die Rechnung. Da Jan aber in Berlin bleiben wollte, biss er in den sauren Apfel und spielte fortan für die Preussen in der Regionalliga. Und dort recht erfolgreich.

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Mißlungener Auftakt gegen Hamburg

Mittwoch, März 19th, 2008

Felski sauer - Foto: CityPressDEL-Play-off Zeit in Hohenschönhausen. Die letzten im Wellblechpalast. Selbstverständlich war die Hütte wieder gut gefüllt. Die meisten der 4695 Zuschauer sahen allerdings eine 2:4-Niederlage ihres Lieblingsteams.
Ja was war denn mit den Eisbären los? Anscheinend waren die in ihrer zehntägigen Pause eingerostet. Schon im ersten Drittel hatten die Hamburg Freezers, welche ja fast direkt aus der Play-off-Qualifikation kamen, den eindeutig besseren Lauf. Durch konsequentes Forechecking und hoher Intensität gingen die nach einem frühen Tor von Marc Beaucage, sowie einem Powerplaytreffer durch Brad Smyth verdient in Führung.

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Jan Schertz: Von der rechten Hand zum Goldauge – Teil 2

Dienstag, März 18th, 2008

Jan Schertz - Foto: CityPress1999 war Jan Schertz also wieder zurück in Hohenschönhausen. Allerdings zwei Ligen tiefer als die DEL-Eisbären, die zwischenzeitlich die Vizemeisterschaft „gewannen“ und nach einer Europatour sich auch noch als „Bronzeboys“ der Europaliga feiern konnten. Schertz jagte aber ab sofort in der Oberliga den Pucks nach. Unter dem damaligen Juniors-Trainer Ulli Egen war er, zusammen mit dem aus dem DEL-Kader aussortierten Florian Funk, so etwas wie ein Führungsspieler. Die Eisbären Juniors waren damals, genauso wie heute, eine Ausbildungsmannschaft, die versucht hat, junge Spieler an den Profibereich heranzuführen. Erstaunlich dabei war, dass bei den Juniors Spieler mit Förderlizenzen aus Ost (Eisbären) wie West (Berlin Capitals) zusammen aufs Eis gingen.

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Jan Schertz: „Na, wat los!“

Montag, März 17th, 2008

Jan Schertz - Foto: CityPressDass Jan Schertz ein Berliner ist, merkt man unverkennbar. „Na, wat los!“ kommt es einem entgegengeschmettert, wenn man Schertzi nach einiger Zeit mal wieder trifft. Er ist ein Berliner Kind, nicht nur der „Schnauze“ nach. Auch die Grundlage seiner Lebensbestimmung, dem Eishockey, liegt dort. Er ist einer der wenigen noch aktiven Spieler, welche das Eishockey, in der ehemaligen DDR erlernten. Damals hießen die Eisbären allerdings noch Dynamo, und der Wellblechpalast war „nur“ die Eishalle 1 im Sportforum Berlin.

Schertzi war einer der ersten Ostberliner in der 1. Eishockey-Bundesliga, sowie einer der letzten, die noch mit den weiß-blauen Trikots bei der B-Weltmeisterschaft 1990 in Lyon (Frankreich) für die bald nicht mehr existente DDR aufliefen.

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Lieder auf Schweineplatten: Der Dynamische Oktoberklub

Sonntag, März 16th, 2008

Ankündigungsplakat - Grafik: KomissarovIch weiß noch, wie es anfing: Wir fuhren im Herbst 2001 zu einem Auswärtsspiel nach Hannover an einem Dienstagabend und in Ackis BMW herrschte eine ausgelassene kreative Stimmung, wie sonst nur am Stammtisch am Mittwoch. Irgendwann fingen wir an, zu jedem Rocksong aus dem CD Player Texte zu erfinden, die irgendwie zu den Eisbären passten.
Irgendwann kam Acki dann der Gedanke, dass man das doch auch auf CD herausbringen könnte. Flugs wurde die Idee weiter gesponnen und Acki wusste sogleich zu berichten, dass er gut mit einem Produzenten und Mitglied der Gruppe Lift bekannt sei, der natürlich noch vor dem Spiel von ihm mit dieser Idee konfrontiert wurde.

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Vom Visionär zu „Der Andere“ – Pierre Pagé und die Eisbären – Teil 2

Samstag, März 15th, 2008

Pierre Pagé - Foto: WeidemannNachdem unsere Eisbären souverän als Erster die Vorrunde beendet hatten, schien möglich, woran zuvor kaum einer zu glauben gewagt hatte. Das „M-Wort“ aber mochte niemand in den Mund nehmen. Die Begeisterung und Hoffnung war groß und endete doch in Ernüchterung.
Die Krefeld Pinguine zogen unseren Zauber-Bären den Zahn und warfen sie im Halbfinale aus dem Meisterschaftsrennen. Nach der Niederlage in Krefeld zeigte sich dann auch erstmals das andere Gesicht des Pierre Pagé: Der gestandene Mittfünfziger verlor die Fassung, verschwand, wollte das gescheiterte Team nicht mehr sehen. Für die Hauptstadtgazetten war „die Flucht des Pierre Pagé“ Futter für Wochen. Hier tat sich offenkundig auf, was von da an im Prinzip zum ständigen Thema wurde: das unterkühlte Verhältnis zwischen dem Trainer Pierre Pagé und seinen Spielern.

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Olé olé, Pierre Page! – Oder: Vom Visionär zu „Der Andere“

Freitag, März 14th, 2008

Pierre Pagé - Foto: CityPressDer Komissarov hat sogleich dezente Bedenken geäußert, als ich ihm ankündigte, für www.welli-berlin.de die Heldenstory zum ersten Eisbären-Meistertrainer der Neuzeit verfassen zu wollen. Womit beginnen, womit aufhören, wie bewerten, was der streitbare Mann aus Quebec in Kanada hier geleistet hat, um dessen Werk letztlich auch wirklich gerecht zu werden, möglichst ohne etwas wegzulassen, zu unterschlagen, zu beschönigen oder auch wiederum nicht übertrieben kritisch zu sein? Nun, ich will es dennoch versuchen. Denn, auch wenn das Ende des Engagements von Pierre Gilbert Pagé bei den Eisbären sicherlich kein rühmliches war, so war sein Wirken über fünf lange Jahre doch eine herausragende Erfolgsgeschichte. Und zwar in einem Maße, dass Pierre Pagés Name in den Geschichtsbüchern unserer Eisbären auf immer eine besondere Stellung einnehmen wird.

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