Archive for the ‘Mein erstes Mal’ Category

Aufbruch aus der Provinz

Donnerstag, März 13th, 2008

Mein erstes Mal - Grafik: Eisbären LiveEs war irgendwann im Herbst 1996, wir saßen im Provinznest Putlitz in Nordbrandenburg am Biertisch und langweilten uns mal wieder. Da kam von Kumpel Karl der Vorschlag, man könne doch mal nach Berlin zum Eishockey fahren, sein Cousin in Weißensee würde Karten bestellen. Gesagt, getan. 3 Tage später ging die Reise zu viert los.

Es stand das Derby gegen die Preussen auf dem Programm. Wir waren natürlich viel zu spät in der Halle. Die Blöcke waren rappelvoll und wir mussten auf der Treppe stehen. (mehr …)

Es war einmal…

Montag, März 10th, 2008

Meister Toplak - Foto: CityPressSo beginnen Märchen. Da die meisten Journalisten, übrigens völlig zu Unrecht, mitunter den Ruf haben, den Gebrüdern Grimm nahe zu stehen, will ich versuchen, dem geneigten Leser auch kein solches aufzutischen. Lange ist es her, dass ich erstmals die Eisbären besuchte – inzwischen fast 18 Jahre! Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich gebe zu, dass es sehr lange dauerte, bis mein Dynamo auch Hochtouren lief. Geht ja vielen so – beim „ersten Mal“.
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Belehrungen vom Klassenfeind

Mittwoch, März 5th, 2008

Ronald Upmann - Foto: ovkMeine nachhaltige Zuneigung zum Eishockey habe ich einem Fan des berühmt-berüchtigten BSC Preussen Berlin zu verdanken. Genau genommen war es nur ein einziger Satz aus dem Munde des „Klassenfeindes“, der mich zum Fan und später zum journalistisch tätigen Dauer-Supporter hat werden lassen.
Doch der Reihe nach: Man schrieb den dunklen Spätherbst des Jahres 1991 – dunkel nicht nur wegen der kurzen und stürmischen Tage, sondern insbesondere aufgrund des undankbaren Zweitligadaseins, welches unsere Eisbären zu jener Zeit fristeten. Die noch unter dem Namen „EHC Dynamo Berlin“ firmierenden Nickel-Schützlinge kämpften sich in der Saison 1991/92 nicht zuletzt dank des dynamischen Duos Mark Jooris/Scott Metcalfe langsam aber sicher nach oben.

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Die guten Seiten des Kapitalismus

Mittwoch, Februar 27th, 2008

Mein erstes Mal - Grafik: Eisbären LiveErsten wirklich bewussten Kontakt zum Eishockey hatte ich im Jahre 1983, als die Welttitelkämpfe in der BRD stattfanden. Allerdings war dieser Kontakt nur televisionär über unseren neuerworbenen RADUGA- Buntfernseher möglich. Angetan hatte es mir aber nicht nur der Kufensport an sich, sondern auch und vor allem bewunderte ich die schön bunten Jerseys der ostdeutschen Nationalmannschaft. Als notorischer Fan von unterprivilegierten Mannschaften und Vereinen (u. a. verbrachte ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Kindheit und Jugend in einem relativ heruntergekommenen Fußballstadion in Köpenick, obwohl der von manchen so genannte „Glorreiche“ gleich bei mir um die Ecke seine durch Zehnjahresplan legitimierte Meisterserie in die Tat umsetzte), hielt ich natürlich aus Prinzip zum Team meines damals schon nicht mehr gar so sehr geliebten Heimatlandes. Als dann auch noch Bielke, Peters, Kuhnke und Co. eine überragende Weltmeisterschaft spielten und sensationell den 6. Platz belegten, war eine neue Sportleidenschaft geboren. Unter anderem unterlag man nur äußerst knapp dem ungeliebten Stiefbruder von jenseits des eisernen Vorhangs mit 3:4.

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SC Dynamo Berlin – HC Motor Ceské Budejovice (Sommerturnier 1977)

Dienstag, Februar 26th, 2008

Michael Lachmann - Foto: City PressUm es gleich vorweg zu schicken: Eishockey war nicht automatisch meine große Liebe. Ich will aber auch nicht sagen, dass ich zu meinem Glück gezwungen werden musste. Im Allgemeinen komme ich aus einer sportinteressierten, um nicht zu sagen sportbegeisterten Familie. Mein Vater boxte während seiner Studienzeit auf der DHfK (für alle erst nach der Wende zu uns gestoßenen: Deutsche Hochschule für Körperkultur) in Leipzig, jagte danach in Berlin dem runden Leder hinterher. Besser gesagt, er versuchte Gegentore zu verhindern. So trat ich in seine Fußstapfen, denn nachdem ich vier Jahre lang bei den Dynamo-Schwimmern das 50-Meter-Becken durchwühlte, stellte ich mich auch in die Kiste.

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Unvergleichbare Stimmung

Dienstag, Februar 12th, 2008

Mein erstes Mal - Grafik: Eisbären LiveSchon seit meiner frühen Kindheit begeisterte ich mich für die Eisbären. Das Team verlor zu diesem Zeitpunkt häufig, das entfachte bei mir eine Trotz-Haltung. Damals war ich 12 Jahre alt. In dieser Zeit äußerte sich bei mir natürlich immer wieder der Wunsch, ein Heimspiel der Eisbären zu verfolgen. Der räumliche Abstand (ich stamme aus der Nähe von Bremerhaven) machte dieses Unternehmen aber unmöglich.
Am 13. Oktober 2002 war es dann endlich soweit. Ich wohnte inzwischen in Berlin und nahm den Besuch einiger Freunde aus Nürnberg zum Anlass, die Eisären endlich einmal live zu sehen. Gegner waren ausgerechnet die Mannheimer Adler, nach dem Wegfall des Derbys das wohl emotionalste Spiel. Der Wellblechpalast platzte fast aus allen Nähten.

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Mein erstes Mal: Das Spiel gegen Weißwasser

Freitag, Februar 8th, 2008

Mein erstes Mal - Grafik: Eisbären LiveIch bin Produkt meiner Umwelt. Ich bin geprägt von ihren Einflüssen, und wie bei den meisten Jungs, hatte auch bei mir mein Vater frühzeitig seine Finger kräftig mit im Spiel. Er ist ein Sportfanatiker. Durch das große Angebot an Spitzensport zu Zeiten der DDR war ein Großteil der Leute sportbegeistert – mein Vater hat viele getopt.
Und so hat er mich, kaum dass ich laufen konnte, zu vielen Sportveranstaltungen geschleift. Ich war beim „Olympischen Tag“ Jahre bevor jemand was mit ISTAF anfangen konnte, beim TSC Boxturnier bevor Henry Maske Olympiasieger, im Cantianstadion bevor der „Glorreiche“ Rekordmeister und zum Schwimmfest im Friesenstadion bevor Franzi geboren wurde… (zu dieser Sportart komm ich später noch mal kurz).
Mein zweites Kinderzimmer war eigentlich die Winterbahn. Klar, auf Friedensfahrt und Olaf Ludwig sind alle abgefahren, aber Winterbahn war echt was besonderes. Hier habe ich solche Helden wie Lutz Heßlich oder Carsten Schmalfuß groß werden sehen. Aber ich schreibe hier ja über Eishockey. Kurz vor Ende meiner herausragenden Dynamo-Schwimmer-Karriere (es muss so Januar 1980 gewesen sein) holte mich mein Vater nach einem Wettkampf, bei dem ich mal wieder nichts Vernünftiges zustande bekommen hatte, aus der Umkleide ab und sagte: „Trockne die Haare richtig – wir gehen zum Eishockey!“

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