Archive for the ‘Weißt, Du noch…?’ Category

Kraig Nienhuis – Der singende Eisbär

Donnerstag, März 6th, 2008

Der singende Eisbär - Foto: City Press„Der soll nicht spielen, der soll nur singen!“, war das eindeutige Statement des Organisationskomitees der „50-Jahre Eishockey in Hohenschönhausen“-Gala auf die Frage, ob wir auch den singenden Eisbären einladen sollen.

Okay, singen können bestimmt viele Eishockeyspieler, nur in Berlin tat es einer bisher öffentlich. Kraig Nienhuis! Mit Sicherheit kennt jeder seinen Song „Eisbärn“, wo er im deutschsprachigen Refrain die Zeilen „Ich bin ein Eisbär in Berlin“ schmettert. Okay, zu einer Stadionhymne fehlt vielleicht noch etwas mehr Rhythmus, aber Kult war der Song schon damals. „Damals“ ist in diesem Fall die Saison 1996/97.

Das erste Jahr der schon oft beschriebenen Bosman-Ära. Nienhuis kam zusammen mit Cracks wie Andrew McKim, Chris Govedaris oder Niklas Hede in den Wellblechpalast. Jene Saison, in denen das Wort „Play-offs“ auch in Hohenschönhausen kein Fremdwort mehr war.

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Der Kampf um die goldene Ananas

Sonntag, Februar 17th, 2008

Wasserball - Foto: CityPressDie Eisbären müssen in der Abstiegsrunde antreten. Was normalerweise einem Fan vor Schreck und Angst vor dem Abtsieg das Blut in den Adern gefrieren lässt, verkam in der Saison 1999/2000 zu einer großen Farce, den viele noch als Kampf um die goldene Ananas in Erinnerung haben. Das Problem war nämlich, dass bereits vor dem ersten Spiel er Abstiegsrunde klar war, dass es keinen Absteiger geben würde.
Dementsprechend motiviert gingen dann Spieler und Fans an die Sache heran. Grottenschlechte Spiele, Zweikämpfe auf Kleinschülerniveau, und Stimmung in der Halle, die eher an Kindergeburtstag oder einen langweiligen Besuch bei den buckligen Verwandtschaft als Eishockey in der DEL erinnerte.

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Udo Döhler – Der Tanzbär

Freitag, Februar 15th, 2008

Döhler - Foto: CityPressEs war immer ein festes Ritual. Wenn die Eisbären gewannen und er dabei im Kasten stand, dann musste Udo Döhler immer ein Siegestänzchen vor den Fans im Wellblechpalast vorführen. Es ist zwar in nahezu jeder Eishockeyhalle Deutschland Sitte, den Goalie besonders so zu feiern, der Tanzstil ist aber oft verschieden. So bewegen sich einerseits die Schlussmänner wie Rapper oder Breakdancer, auch der Kosakentanz (aus der Hocke jeweils immer ein Bein nach vorne schwingend) wird öfter vorgeführt. Bei Udo kann man beruhigt den Namen „Tanzbär-Style“ anwenden. Er sprang immer von einem Bein auf das andere Bein und schwang dabei jeweils immer eine Hand in die Höhe.

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Trauer beim Derby im Wellblechpalast

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Fans trauern gemeinsam - Foto: CityPressEishockey ist unser Lieblingssport. Ganz klar, denn ansonsten würden wir dieses Projekt hier auf www.welli-berlin.de nicht durchführen. Beim Fan kommen während einer Partie viele Emotionen auf. Überschwängliche Freude bei Triumphen, Ärger oder Trauer nach verlorenen Spielen oder gar Meisterschaften. Meist ist es aber so, dass nach den Momenten der Enttäuschungen sich wieder Optimismus einstellt, es doch wieder zu versuchen. Das Spiel, über welches ich heute schreiben will, zieht sich beim Rückblick noch heute eine Gänsehaut über den ganzen Körper.

Der Ursprung dieses Ereignisses fand am 6.Oktober 1998 in Oberhausen statt. Die Berlin Capitals waren damals zu Gast bei den Revier Löwen in Oberhausen, als der Berliner Stürmer Stephané Morin während des Spiels hinter der Bank zusammenbrach und sich nicht mehr rührte. Entsetzen machte sich breit, Wiederbelebungsmaßnahmen wurden eingeleitet, aber es war alles zu spät. Stephané Morin starb auf der Spielerbank beim Eishockeyspiel mit 29 Jahren an einem plötzlichen Herztod. Ein Freund und Kollege war damals Pressesprecher der Revier Löwen, und noch heute fällt es ihm schwer, darüber zu reden.

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Crimmitschau, Döbeln, wo ist das?

Dienstag, Februar 12th, 2008

Gruppenfoto der HelferDeutschland im Sommer 2002, Hochwasser-katastrophe in Ostdeutschland.
Schon des Öfteren hatte ich damals im Welli Leute mit Trikot oder Schal mit der Aufschrift „Crimmitschau“ gesehen, aber wer oder was war das?
Die Erleuchtung brachte die Pokalauslosung der ersten Runde 2002. Diese ergab die Paarung Eisbären berlin – ETC Crimmitschau und der EHC musste im Sahnpark antreten. AHA: Westsachsen, also.

Es war Eishockeysommerpause und der Sport sollte leider zwischenzeitlich in den Hintergrund geraten:
Übermässige Regenfälle ließen die Flüsse und Bäche in der Region über die Ufer treten und richteten verheerende Schäden an. Was hat das mit den Eisbären zu tun? Wir spielten dort am genau zu der Zeit am 30.08. unsere erste Pokalrunde (war übrigens die erste Pokalrunde überhaupt, der Wettbewerb wurde in der Saison eingeführt) und haben gewonnen, Crimmsche ist mir seitdem im Herzen.
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8:7, was für ein Spiel

Samstag, Februar 9th, 2008

Party 1995 - Foto: CityPressApril 1998, ich bin auf dem Weg in die Geschäftsstelle, die sich damals noch auf dem Gelände des Sportforum befand, geschätzte Größe 15 qm. Viel Hoffnung auf eine Karte für dieses Spiel hatte ich nicht, es war ja schließlich DEL-Finale. Vor Ort Frau Riedel und Lenz Funk, der dann fragte ob ausverkauft sei. Frau Riedel beantwortete diese Frage nur mit einem Lächeln. Mein Kartengesuch wurde mit den Worten, wir werden keinen draußen stehen lassen, erhört.

Beim Einlass und im Stadion wusste ich auch warum: Der Welli platzte aus allen Nähten. Selbst auf dem Zugang zu den Blöcken vom Umlauf her konnte keiner Umfallen oder Klatschen. So voll habe ich danach unsere Kultstätte noch nicht einmal zu den beiden Meisterschaften erlebt.

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Mein erstes Mal – Mega Hammer gigantisch!

Mittwoch, Februar 6th, 2008

Pöpperle - Foto: City PressIch erinnere mich an meine „ersten Male“ im Welli: Unwissend von dem, was mich erwartet, fuhr ich am 01.11.2005 (EHC – ERC Ingolstadt) mit meinem Bruder zum Welli. Ich wurde überwältigt von der Stimmung, von dieser wirklich einmaligen Atmosphäre – es war gigantisch.

Mein erstes Mal – Mega Hammer gigantisch! Eine neue Dimension wurde mir eröffnet.

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Immer wieder Schwenningen

Dienstag, Februar 5th, 2008

Party 1995 - Foto: CityPressIn den frühen Jahren der Eisbären gab es ja nicht viel zu feiern. Und selten konnte das Kassenhäuschen ausverkauft melden im Welli. Doch da gab es ja noch Schwenningen. Ich glaube der einzige Verein der uns so richtig lag.

Und es war so sicher wie das Amen in der Kirche, das man sich in den Play-Downs gegenübersteht. Die Karten gingen weg wie warme Semmeln und der gute alte Welli quoll förmlich über vor Menschen. Auf der einen Seite war man sich gewiss, das man heute gewinnen würde und ein weiteres Jahr in der Bundesliga spielen konnte. Auf der anderen Seite war ein knistern in der Halle die Luft brannte förmlich. Von den Rängen her kam eine derart aufgepeitschte Stimmung, was die Mannschaft in Kraft gegen die Schwenninger umsetzte.

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Eisbären-Fans für Menschlichkeit und Toleranz

Montag, Februar 4th, 2008

Anzeigetafel - Foto: City PressZu lesen ist es bei jedem Spiel der Eisbären aber auch der Juniors. „Eisbären-Fans für Menschlichkeit und Toleranz“, steht immer wieder auf der großen Anzeigetafel neben der Stadionuhr. Menschlichkeit und Toleranz kann im Wellblechpalast vielerorts bestaunt werden. Zwar fehlt manchmal die Toleranz beispielsweise gegenüber strittigen Schiedsrichterentscheidungen, die Menschlichkeit bleibt aber, so wage ich es zu behaupten, fast nie auf der Strecke. Oft gibt es, wenn es einer aus den Zuschauerrängen nicht zu genau nimmt und verbal etwas unter die Gürtellinie geht, noch einen Nebenmann, der ihn kurz, aber bestimmend zur Ordnung ruft. Wir Berliner sind da ja in unserer Art sehr direkt und machen aus unseren Herzen dabei keine Mördergrube.

Wie aber wurde dieser Satz „Eisbären-Fans für Menschlichkeit und Toleranz“ in den Wellblechpalast getragen. Wie ich mich erinnere, war es die große Demonstration für Menschlichkeit und Toleranz (200 000 Teilnehmer) am 9. November 2000 in Berlin. Der 9. November ist in der deutschen Vergangenheit ein Tag, der nicht gemischter an Gefühlen sein kann. Da steht zum einen der Mauerfall im Jahr 1989, zum anderen die Reichspogromnacht 1938. Die Nacht, in der damals vom nationalsozialistischen Regime eine organisierte und gelenkte Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen begangen wurde.

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Der Welli musste mit rauf

Samstag, Februar 2nd, 2008

Choreo - Foto: PrivatUnter dem Motto: „Eine Stadt ein Team, wir sind Eisbären Berlin,“ wollten die Fanatics eine bis dato noch nie dagewesene Choreo im Welli zum besten geben.

Also alles über Wochen geplant, wie was auszusehen habe. Also Folien, Klebeband usw. von überall heran geschafft. Auf der riesigen Plane sollte die Skyline von Berlin zu sehen sein. Und was gehört dazu….natürlich der Welli…der musste mit ruff. Also fingen wir schon im Vorfeld von unserem Bastelwochenende an sämtliche Gebäude aus schwarzer Folie mit hilfe eines Polyluxes auszuschneiden.

Das Wochenende drauf trafen wir uns nun in einer Wartenberger Lagerhalle und fing zu werkeln an. Es gestaltete sich schwieriger als wir dachten, aber wir schafften es nach etlichen Stunden. So fertig…aber wann sollte die anderen Fans das Ding zu Gesicht bekommen. Lange gegrübelt….hmmmm…Premiere Spiel….super Idee. Gegen Hamburg….noch bessere Idee.

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