Jiri Dopita: Er kam, sah und siegte!
Mittwoch, 26. März 2008
Jiri Dopita war eigentlich der erste richtige Held der Eisbären Berlin. Der Stürmer mit der Rückennummer 15 war so etwas wie der erste Star in dem Hohenschönhauser Eishockeyteam, das seit 1992 Eisbären Berlin hieß.
Zum Ende der Saison 1992/93 wechselte der 1968 im tschechischen Sumperk geborene Dopita zu dem arg gebeutelten Eisbären, die nach ihrem Wiederaufstieg 1992 sich nun schon wieder im Fahrstuhl abwärts befanden. Da kam so ein Typ wie der Jiri natürlich genau richtig. Obwohl der damalige Manager Lorenz funk erst einmal 100 000 D-Mark nach Olmütz, seinen vorherigen Klub, als Ablöse überweisen musste. Der damals von den Boston Bruins gedraftete Stürmer konnte im Endspurt des Berliner Abstiegskampfes teilweise durch seine Tore und Assists (insgesamt 15 in 11 Spielen) den Klassenerhalt sichern. Aber nicht nur die feinen filigranen Bewegungen mit dem Puck zeichneten ihn aus, auch das Kämpferherz des jungen Tschechen tat es den Zuschauern im Wellblechpalast an.
1999 war Jan Schertz also wieder zurück in Hohenschönhausen. Allerdings zwei Ligen tiefer als die DEL-Eisbären, die zwischenzeitlich die Vizemeisterschaft „gewannen“ und nach einer Europatour sich auch noch als „Bronzeboys“ der Europaliga feiern konnten. Schertz jagte aber ab sofort in der Oberliga den Pucks nach. Unter dem damaligen Juniors-Trainer Ulli Egen war er, zusammen mit dem aus dem DEL-Kader aussortierten Florian Funk, so etwas wie ein Führungsspieler. Die Eisbären Juniors waren damals, genauso wie heute, eine Ausbildungsmannschaft, die versucht hat, junge Spieler an den Profibereich heranzuführen. Erstaunlich dabei war, dass bei den Juniors Spieler mit Förderlizenzen aus Ost (Eisbären) wie West (Berlin Capitals) zusammen aufs Eis gingen.
Dass Jan Schertz ein Berliner ist, merkt man unverkennbar. „Na, wat los!“ kommt es einem entgegengeschmettert, wenn man Schertzi nach einiger Zeit mal wieder trifft. Er ist ein Berliner Kind, nicht nur der „Schnauze“ nach. Auch die Grundlage seiner Lebensbestimmung, dem Eishockey, liegt dort. Er ist einer der wenigen noch aktiven Spieler, welche das Eishockey, in der ehemaligen DDR erlernten. Damals hießen die Eisbären allerdings noch Dynamo, und der Wellblechpalast war „nur“ die Eishalle 1 im Sportforum Berlin.


Es gab schon viele Aprilscherze darüber, dass doch Olaf Kölzig zu den Eisbären wechselt oder auch Wayne Gretzky seine Karriere im Welli ausklingen lassen will. Sozusagen die Pendants zu den Sommerloch-Meldungen, dass Dopita nach Berlin (zurück) kommt. 




