Archiv für die Kategorie „Spiele, die man nie vergisst“

Und wieder ne verpasste Meisterschaft

Samstag, 3. Mai 2008

MEISTAViele werden jetzt angesichts des Titels glauben, dass ich von den Finals 1998 oder 2004 berichten möchte. Weit gefehlt, für mich fanden die verpassten Meisterschaften 2006 und 2008 statt.
In beiden Fällen hatte ich keine Möglichkeit, in Deutschland zu sein, weil ich seit 2005 in China lebe und arbeite. Bei der ersten Meisterschaft 2005 hatte das gerade noch hingehauen, da ich wegen der asiatischen Ruhe, mit der die chinesiche Botschaft in Berlin meinen Visaantrag bearbeitete, erst am 2. Mai ausreisen konnte. Das gab mir die Gelegenheit die Tage nach dem 19. April mit einem Dauergrinsen im Gesicht zu verleben und die Feierlichkeiten nach dem glücklichsten aller Dienstage ausgiebig mitzumachen.

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Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (5) - Hannover 2006

Freitag, 4. April 2008

Play-Offs 2006 - Foto: CityPressFast unglaublich, war aber so: 2006 führte das Halbfinale nach Hannover. Endlich am ein Ort, der für uns Berliner ja sozusagen in Schlagdistanz lag. Nicht nur von der Entfernung her.

Die Scorpions hatten es unter Trainer Kevin Gaudet zuvor geschafft, als Tabellensiebter nach der Vorrunde, den Tabellenzweiten und Titelanwärter ERC Ingolstadt in sieben Spielen zu schlagen. Die Eisbären brauchten im Viertelfinale nur derer fünf, um die Pinguine aus Krefeld in den Urlaub zu schicken. Wobei auch 2006 der Auftakt ein Fehlstart war: Die Pinguine konnten das erste Spiel im Wellblechpalast gewinnen.

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Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (4) - Nochmal Ingolstadt 2005

Dienstag, 1. April 2008

Play-Offs 2005 - Foto: CityPressIm Halbfinale 2005 waren erneut die Panther aus Ingolstadt der Gegner. Die Bayern hatten in sieben Spielen die Haie geschlagen. Moment, Ingolstadt? Da war doch was!? Genau, schon in der Vorsaison kam der Kontrahent aus der selben Stadt. Ein jeder konnte sich an den „Flattermann“ des letzten Halbfinals, Torwart Jimmy Waite, erinnern.
Der Weg der Berliner ins Halbfinale war recht souverän. Einzige Schwäche zeigten sie bei Spiel 4 in Augsburg. Insgesamt wurde die Serie aber schon nach fünf Spielen beendet.

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Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (3) - Ingolstadt 2004

Montag, 31. März 2008

Play-Offs 2004 - Foto: CityPressDas Halbfinale 2004 war wohl das Entspannteste der ganzen bisherigen Eisbären-Historie. Aus einer etwas stotternden Viertelfinalserie gegen die Düsseldorfer EG, in denen die Berliner in Spiel 1 (5:3) einem Rückstand nachlaufen mussten, Spiel 2 (4:3) an der Brehmstrasse erst nach einem harten Kampf sowie einem Torwartfehler in der Verlängerung gewannen, konnten die Eisbären das zweite Heimspiel mit einem 3:0 souverän gestalten. Der vierte Sieg (3:2) endete vom Ergebnis her zwar knapp, war aber letztendlich auch verdient.

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Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (2) – Krefeld 2003

Samstag, 29. März 2008

Play-Offs 2003 - Foto: CityPressNach zwei Jahren ohne Play-offs und einem Ende im Viertelfinale 2002, ging es im Jahr 2003 endlich wieder ins Halbfinale. Nach einer furiosen Saison kamen die Eisbären in den Ausscheidungsspielen ganz schön ins stottern. In knappen Spielen wurde die best of seven-Serie nach fünf Partien gegen die Hamburg Freezers gewonnen. Gegner im Halbfinale waren dann die Krefeld Pinguine. „Einfach“, wie viele in Hohenschönhausen an einen Durchmarsch glaubend, den Gegner empfanden.

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Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (1)

Freitag, 28. März 2008

Jubelnder Präsident - Foto: CityPres„Halbfinale ist schön…“, tönte es im letzten Viertelfinalspiel durch den Wellblechpalast.

Dass das DEL-Halbfinale wirklich schön ist, haben wir ja schon öfter erlebt. Alles begann 1997, als erstmals Play-offs auch im Wellblechpalast ausgespielt wurden. Eigentlich waren diese Ausscheidungsspiele schon nach dem Viertelfinale gelaufen, denn dort bezwangen die „neuen Helden“ aus Hohenschönhausen den Stadtrivalen aus Charlottenburg. Gegen die Preussen setzten sich die Eisbären mit 3:1-Spiele durch. Stadtmeister! Was sollte nun noch kommen? Es waren die Kassel Huskies! Das Team aus Nordhessen war das zweite „Shootingteam“ der Saison. Unter Trainer Gerhard Brunner spielten die Huskies eine Super-Saison. Das führten sie auch im Halbfinale weiter, und gaben den Eisbären quasi keine Chance.

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Es war einmal…

Montag, 10. März 2008

Meister Toplak - Foto: CityPressSo beginnen Märchen. Da die meisten Journalisten, übrigens völlig zu Unrecht, mitunter den Ruf haben, den Gebrüdern Grimm nahe zu stehen, will ich versuchen, dem geneigten Leser auch kein solches aufzutischen. Lange ist es her, dass ich erstmals die Eisbären besuchte - inzwischen fast 18 Jahre! Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich gebe zu, dass es sehr lange dauerte, bis mein Dynamo auch Hochtouren lief. Geht ja vielen so - beim “ersten Mal”.
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Wie der 3. Oktober zum Feiertag wurde

Montag, 3. März 2008

Siegergrafik - Grafik: IwanIch bekomme heute noch ein Lächeln im Gesicht, wenn ich an den 3. Oktober 2004 denke. Die Eisbären spielten damals in Krefeld, was aber nun nichts mit dem folgenden Ereignis zu tun hat. Denn im Wellblechpalast gab es zur selben Zeit ein Spiel, das vollkommen unter die Haut ging. Die Eisbären Juniors traten gegen den BSchC Preussen an. Der Name „BSchC Preussen“ war der letzte Versuch einiger Funktionäre, das traditionsreiche Westberliner Eishockey noch ein wenig Farbe zu geben. Dass der Klub nach dieser Saison wieder Pleite ging, soll ebenfalls nur am Rande erwähnt bleiben.

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Trauer beim Derby im Wellblechpalast

Donnerstag, 14. Februar 2008

Fans trauern gemeinsam - Foto: CityPressEishockey ist unser Lieblingssport. Ganz klar, denn ansonsten würden wir dieses Projekt hier auf www.welli-berlin.de nicht durchführen. Beim Fan kommen während einer Partie viele Emotionen auf. Überschwängliche Freude bei Triumphen, Ärger oder Trauer nach verlorenen Spielen oder gar Meisterschaften. Meist ist es aber so, dass nach den Momenten der Enttäuschungen sich wieder Optimismus einstellt, es doch wieder zu versuchen. Das Spiel, über welches ich heute schreiben will, zieht sich beim Rückblick noch heute eine Gänsehaut über den ganzen Körper.

Der Ursprung dieses Ereignisses fand am 6.Oktober 1998 in Oberhausen statt. Die Berlin Capitals waren damals zu Gast bei den Revier Löwen in Oberhausen, als der Berliner Stürmer Stephané Morin während des Spiels hinter der Bank zusammenbrach und sich nicht mehr rührte. Entsetzen machte sich breit, Wiederbelebungsmaßnahmen wurden eingeleitet, aber es war alles zu spät. Stephané Morin starb auf der Spielerbank beim Eishockeyspiel mit 29 Jahren an einem plötzlichen Herztod. Ein Freund und Kollege war damals Pressesprecher der Revier Löwen, und noch heute fällt es ihm schwer, darüber zu reden.

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8:7, was für ein Spiel

Samstag, 9. Februar 2008

Party 1995 - Foto: CityPressApril 1998, ich bin auf dem Weg in die Geschäftsstelle, die sich damals noch auf dem Gelände des Sportforum befand, geschätzte Größe 15 qm. Viel Hoffnung auf eine Karte für dieses Spiel hatte ich nicht, es war ja schließlich DEL-Finale. Vor Ort Frau Riedel und Lenz Funk, der dann fragte ob ausverkauft sei. Frau Riedel beantwortete diese Frage nur mit einem Lächeln. Mein Kartengesuch wurde mit den Worten, wir werden keinen draußen stehen lassen, erhört.

Beim Einlass und im Stadion wusste ich auch warum: Der Welli platzte aus allen Nähten. Selbst auf dem Zugang zu den Blöcken vom Umlauf her konnte keiner Umfallen oder Klatschen. So voll habe ich danach unsere Kultstätte noch nicht einmal zu den beiden Meisterschaften erlebt.

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