Archive for the ‘Spiele, die man nie vergisst’ Category

Aus der Mottenkiste geholt

Montag, März 9th, 2015

Foto: Da ist doch tatsächlich der Wellblechpalast aus der Mottenkiste geholt worden und im Zuge dessen gab es ungewöhnlich viele Zugriffe auf einen Blog, der seit immerhin 2008 und damit 7 Jahre lang, ein Museumsdasen geführt hat. Ehrlich gesagt hatte ich schon mehrfach überlegt, ob ich mir die Gebühren für die Adresse nicht langsam sparen sollte, aber ein gewisses nostalgisches Empfinden führte dann dazu, dass ich diesen Blog, wie auch de privaten Peking Blog, einfach mal so gelassen habe wie er war: Einschließlich Werbung für ein Shirt, dass es genau wie den Shop, schon lange nicht mehr gibt.
Als schöne Erinnerung, die ab und an mal in einzelnen Artikeln von irgendwem gefunden, wiederentdeckt und gern auch mal bei Facebook verlinkt wird, das 2008, als www.Welli-Berlin.de seine Berechtigung und aktive Zeit hatte noch eine Spielerei von wenigen Nerds und Eingeweihten war und nicht täglicher Begleiter von Millionren Menschen.
Und auf einmal bin ich wieder hier und musste etwas grübeln, wie der Zugang noch mal ging und wie der Editor funktioniert. Warum ist das so?
Der Grund ist eigentlich ein ziemlich ärgerlicher Umstand, nämlich eins der größten Managmentveragen der Berliner Eishockeygeschichte, naja, wenn man vom Ende der Preußen, Devils, Capitals, Schlittschuhclub geschichte mal absieht. Die Eisbären hatten einfach mal keinen Platz in der o2 World, um das nach erneut miesem Abscheiden in der DEL – Hauptrunde notwendig gewordene Pre-Play-Off Heimspiel durchzuführen. Uns so wurde Wirklichkeit, was immer mal wieder gefordert, erträumt oder befürchtet worden war: Ein DEL Punktspiel im Wellbechpalast zu Hohenschönhausen.
Wegen der 2008 noch für völlig undenkbar gehaltenen Zahl der Dauerkarteninhaber gab es für dieses Spiel auch keine Karten auf dem freien Markt zu kaufen.
Insgesamt wurde der Abend unter tatkräftiger Mitheilfe der Mannschaft zu einem Erlebnis der Extraklasse.  bwohl wir uns ja alle in der Arena am Ostbahnhof jeden Spieltag sehen, war es irgendwie wie ein Familientreffen, bei dem man die bucklige Verwandschaft nach Jahren zu ersten mal wiedersieht und die Stimmung war eines Play-offs Spiels, ja eines Finalspiels durchaus würdig.
Es herrschte eine Lautstärke, an die ich mich zumindest vorher nicht erinnern konnte. Einen ganzen Abend lang, einschließlich der Aktivitäten nach dem Spiel im jetzt unter „Welli´s“ firmierenden Casinoar alles wie früher. Die Pause an der frischen Luft, kein Bier auf der Tribüne erlaubt, ein Schiedsrichter, der trotzdem mit selbigem übergossen wird und anschließend richtig beleidigt ist, Technik, die die Eisbärenhymne erst im dritten Anlauf abspielt, „Endlich wieder Eishockey“ Gesänge, schlechte Akustig, frisch gegrillte Nackensteaks, überall strahlende Gesichter: Eindrücke, die ich mitnehmen und im Herzen behalten werde.
Aber auch wenn das Spiel mit 6:3 überaus erfolgreich war, hat es doch die Wende für die Saison nicht gebracht. Das dritte Spiel ging mit 3:2 nach Verlängerung in Nürnberg verloren. Die Saison ist vorbei und ich denke eine Abschlußfeier kann man sich zumindest für alle. die am Freitag dabei sein konnten, sparen. Dieses Event wird lange nicht zu toppen sein. Es ist also unwahrscheinlich, dass es hier zu weiteren Griffen in die Mottenkiste kommt, aber wir haben in der vergangenen Woche gelernt, dass man doch niemals nie sagen sollte.
Tschüß Welli, altes Haus. War geil, Dich noch ein letztes Mal zu rocken, vor allem, weil ich ja damals nicht dabei sein konnte, als alles zuende ging.

Und wieder ne verpasste Meisterschaft

Samstag, Mai 3rd, 2008

MEISTAViele werden jetzt angesichts des Titels glauben, dass ich von den Finals 1998 oder 2004 berichten möchte. Weit gefehlt, für mich fanden die verpassten Meisterschaften 2006 und 2008 statt.
In beiden Fällen hatte ich keine Möglichkeit, in Deutschland zu sein, weil ich seit 2005 in China lebe und arbeite. Bei der ersten Meisterschaft 2005 hatte das gerade noch hingehauen, da ich wegen der asiatischen Ruhe, mit der die chinesiche Botschaft in Berlin meinen Visaantrag bearbeitete, erst am 2. Mai ausreisen konnte. Das gab mir die Gelegenheit die Tage nach dem 19. April mit einem Dauergrinsen im Gesicht zu verleben und die Feierlichkeiten nach dem glücklichsten aller Dienstage ausgiebig mitzumachen.

(mehr …)

Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (5) – Hannover 2006

Freitag, April 4th, 2008

Play-Offs 2006 - Foto: CityPressFast unglaublich, war aber so: 2006 führte das Halbfinale nach Hannover. Endlich am ein Ort, der für uns Berliner ja sozusagen in Schlagdistanz lag. Nicht nur von der Entfernung her.

Die Scorpions hatten es unter Trainer Kevin Gaudet zuvor geschafft, als Tabellensiebter nach der Vorrunde, den Tabellenzweiten und Titelanwärter ERC Ingolstadt in sieben Spielen zu schlagen. Die Eisbären brauchten im Viertelfinale nur derer fünf, um die Pinguine aus Krefeld in den Urlaub zu schicken. Wobei auch 2006 der Auftakt ein Fehlstart war: Die Pinguine konnten das erste Spiel im Wellblechpalast gewinnen.

(mehr …)

Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (4) – Nochmal Ingolstadt 2005

Dienstag, April 1st, 2008

Play-Offs 2005 - Foto: CityPressIm Halbfinale 2005 waren erneut die Panther aus Ingolstadt der Gegner. Die Bayern hatten in sieben Spielen die Haie geschlagen. Moment, Ingolstadt? Da war doch was!? Genau, schon in der Vorsaison kam der Kontrahent aus der selben Stadt. Ein jeder konnte sich an den „Flattermann“ des letzten Halbfinals, Torwart Jimmy Waite, erinnern.
Der Weg der Berliner ins Halbfinale war recht souverän. Einzige Schwäche zeigten sie bei Spiel 4 in Augsburg. Insgesamt wurde die Serie aber schon nach fünf Spielen beendet.

(mehr …)

Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (3) – Ingolstadt 2004

Montag, März 31st, 2008

Play-Offs 2004 - Foto: CityPressDas Halbfinale 2004 war wohl das Entspannteste der ganzen bisherigen Eisbären-Historie. Aus einer etwas stotternden Viertelfinalserie gegen die Düsseldorfer EG, in denen die Berliner in Spiel 1 (5:3) einem Rückstand nachlaufen mussten, Spiel 2 (4:3) an der Brehmstrasse erst nach einem harten Kampf sowie einem Torwartfehler in der Verlängerung gewannen, konnten die Eisbären das zweite Heimspiel mit einem 3:0 souverän gestalten. Der vierte Sieg (3:2) endete vom Ergebnis her zwar knapp, war aber letztendlich auch verdient.

(mehr …)

Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (2) – Krefeld 2003

Samstag, März 29th, 2008

Play-Offs 2003 - Foto: CityPressNach zwei Jahren ohne Play-offs und einem Ende im Viertelfinale 2002, ging es im Jahr 2003 endlich wieder ins Halbfinale. Nach einer furiosen Saison kamen die Eisbären in den Ausscheidungsspielen ganz schön ins stottern. In knappen Spielen wurde die best of seven-Serie nach fünf Partien gegen die Hamburg Freezers gewonnen. Gegner im Halbfinale waren dann die Krefeld Pinguine. „Einfach“, wie viele in Hohenschönhausen an einen Durchmarsch glaubend, den Gegner empfanden.

(mehr …)

Enge Spiele, bittere Niederlagen, große Siege: Die Eisbären im Halbfinale (1)

Freitag, März 28th, 2008

Jubelnder Präsident - Foto: CityPres„Halbfinale ist schön…“, tönte es im letzten Viertelfinalspiel durch den Wellblechpalast.

Dass das DEL-Halbfinale wirklich schön ist, haben wir ja schon öfter erlebt. Alles begann 1997, als erstmals Play-offs auch im Wellblechpalast ausgespielt wurden. Eigentlich waren diese Ausscheidungsspiele schon nach dem Viertelfinale gelaufen, denn dort bezwangen die „neuen Helden“ aus Hohenschönhausen den Stadtrivalen aus Charlottenburg. Gegen die Preussen setzten sich die Eisbären mit 3:1-Spiele durch. Stadtmeister! Was sollte nun noch kommen? Es waren die Kassel Huskies! Das Team aus Nordhessen war das zweite „Shootingteam“ der Saison. Unter Trainer Gerhard Brunner spielten die Huskies eine Super-Saison. Das führten sie auch im Halbfinale weiter, und gaben den Eisbären quasi keine Chance.

(mehr …)

Es war einmal…

Montag, März 10th, 2008

Meister Toplak - Foto: CityPressSo beginnen Märchen. Da die meisten Journalisten, übrigens völlig zu Unrecht, mitunter den Ruf haben, den Gebrüdern Grimm nahe zu stehen, will ich versuchen, dem geneigten Leser auch kein solches aufzutischen. Lange ist es her, dass ich erstmals die Eisbären besuchte – inzwischen fast 18 Jahre! Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich gebe zu, dass es sehr lange dauerte, bis mein Dynamo auch Hochtouren lief. Geht ja vielen so – beim „ersten Mal“.
(mehr …)

Wie der 3. Oktober zum Feiertag wurde

Montag, März 3rd, 2008

Siegergrafik - Grafik: IwanIch bekomme heute noch ein Lächeln im Gesicht, wenn ich an den 3. Oktober 2004 denke. Die Eisbären spielten damals in Krefeld, was aber nun nichts mit dem folgenden Ereignis zu tun hat. Denn im Wellblechpalast gab es zur selben Zeit ein Spiel, das vollkommen unter die Haut ging. Die Eisbären Juniors traten gegen den BSchC Preussen an. Der Name „BSchC Preussen“ war der letzte Versuch einiger Funktionäre, das traditionsreiche Westberliner Eishockey noch ein wenig Farbe zu geben. Dass der Klub nach dieser Saison wieder Pleite ging, soll ebenfalls nur am Rande erwähnt bleiben.

(mehr …)

Trauer beim Derby im Wellblechpalast

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Fans trauern gemeinsam - Foto: CityPressEishockey ist unser Lieblingssport. Ganz klar, denn ansonsten würden wir dieses Projekt hier auf www.welli-berlin.de nicht durchführen. Beim Fan kommen während einer Partie viele Emotionen auf. Überschwängliche Freude bei Triumphen, Ärger oder Trauer nach verlorenen Spielen oder gar Meisterschaften. Meist ist es aber so, dass nach den Momenten der Enttäuschungen sich wieder Optimismus einstellt, es doch wieder zu versuchen. Das Spiel, über welches ich heute schreiben will, zieht sich beim Rückblick noch heute eine Gänsehaut über den ganzen Körper.

Der Ursprung dieses Ereignisses fand am 6.Oktober 1998 in Oberhausen statt. Die Berlin Capitals waren damals zu Gast bei den Revier Löwen in Oberhausen, als der Berliner Stürmer Stephané Morin während des Spiels hinter der Bank zusammenbrach und sich nicht mehr rührte. Entsetzen machte sich breit, Wiederbelebungsmaßnahmen wurden eingeleitet, aber es war alles zu spät. Stephané Morin starb auf der Spielerbank beim Eishockeyspiel mit 29 Jahren an einem plötzlichen Herztod. Ein Freund und Kollege war damals Pressesprecher der Revier Löwen, und noch heute fällt es ihm schwer, darüber zu reden.

(mehr …)